„Mit der Sicherheit von Kindern darf man nicht spielen“

Die Schulbus-Route Weierhof – Kirchheimbolanden – Rockenhausen hat beim jüngsten ADAC-Test die Note „mangelhaft“ erhalten. Die Tester beanstandeten vor allem, dass der Fahrer des Busses deutlich zu schnell gefahren sei. Zweimal habe er die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 Stundenkilometer überschritten. Außerdem hätten Schüler zu nahe an der Tür gestanden oder teilweise auch zu dritt auf einer Zweierbank gesessen. Weitere Mängel: Nothämmer fehlten, Verletzungsgefahren durch scharfe Kanten im Businneren bestanden. Der ADAC hat bei der Untersuchung 36 Schulbusstrecken in mehreren Bundesländern überprüft. Die Stichproben seien zufällig und nicht repräsentativ gewesen, so der Automobilclub. Zu den Ergebnissen  des Schulbustests zeigte sich Landtagsabgeordneten Simone Huth-Haage besorgt und forderte erneut, Maßnahmen zu ergreifen.

„Natürlich ist eine Stichprobe, die der ADAC im Donnersbergkreis bei seinem Schulbus-Test gemacht hat, nicht repräsentativ für alle Schülerbeförderungs-Fahrten hier. Doch interessanterweise decken sich die Beobachtungen der Testerin mit den Mängeln, auf die auch Eltern immer wieder hinweisen – etwa bei dem von mir organisierten Schulbussymposium im Frühjahr vergangenen Jahres oder bei meiner Umfrage zur Schulbussicherheit.

Als Landtagsabgeordnete und Mitglied des Kreistages habe ich in verschiedensten Gremien wiederholt auf Gefahrenpotenziale in den Schulbussen hingewiesen. Doch Landrat Winfried Werner hat in der politischen Diskussion die Probleme klein geredet. Eine von ihm zugesagte systematische Untersuchung der von den Eltern angeführten Sicherheitsmängel lässt auf sich warten.

Nach dem Urteil „mangelhaft“ der ADAC-Tester fordere ich nun den Landrat und die Kreisverwaltung erneut auf, umgehend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu ergreifen. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Fahrtkontrollen und Geschwindigkeitsmessungen. Dass ein Busfahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit während des Tests zweimal um mehr als 20 Stundenkilometer überschritten hat, ist nicht tolerierbar.

Zudem müssen vor allem auf den langen Überlandstrecken – wie sie im Donnersbergkreis üblich sind – die Sicherheit-Standarts in den Bussen eingehalten werden, um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. Das Testurteil „mangelhaft“ des ADAC sollte die Verantwortlichen endlich wachrütteln.

Daher fordere ich, das Thema Schulbussicherheit bei der Sitzung des Kreisausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft am 27. Mai auf die Tagesordnung zu setzen. Denn mit der Sicherheit von Kindern und Jugendlichen darf man nicht spielen.“