Notfallversorgung und Ärztemangel


Für großen Andrang im großen Saal des Kreishauses sorgte der Info-Abend
zur „Medizinischen Notfallversorgung am Donnersberg“. Eingeladen zu dieser
Veranstaltung hatte die CDU-Kreistagsfraktion über alle politischen Grenzen
hinweg. Viele Bürger waren interessiert daran, was die Expertenrunde
berichten würde zu diesem Themenkomplex, der die Menschen der Region
derzeit bewegt.
Im Podium begrüßte Fraktionssprecher Sven Hoffmann Vertreter des
Westpfalz-Klinikums, Vertreter von Sanitätern, Notfallmedizinern und
niedergelassenen Ärzten. Darunter Prof. Dr. Christian Madler,
Ärztlicher Direktor am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, Dr.
Horst Fleck (Kirchheimbolanden), stellvertretender Ärztlicher Direktor des
Westpfalz-Klinikums, Dr. Marc Kumpch (Kaiserslautern), Leitender Notarzt
und Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes am Westpfalz-Klinikum, Dr.
Bärbel Rottammer (Göllheim), Kreisvorsitzende der niedergelassenen Ärzte
sowie Rettungsassistent Hans-Peter Ziepser (Imsweiler), der eine
Bürgerinitiative im Donnersbergkreis für die Stationierung eines
Rettungshubschraubers in Kaiserslautern gründen will. Die Moderation
übernahm Landtagsabgeordnete und Kreistagsmitglied Simone Huth-Haage.
Konsens unter den Fachleuten herrschte darüber, dass die bodengebundenen,
gut ausgebildeten Rettungskräfte weiter gestärkt und deren
Arbeitsbedingungen verbessert werden sollen, so dass es nicht mehr zu
Engpässen und Ausfällen kommen kann. Sinnvolle Ergänzung könnte ein
Hubschrauber sein, der in Kaiserslautern am Westpfalzklinikum stationiert
würde, um in bestimmten Fällen Mediziner schnell zum Einsatzort zu
bringen oder Patienten möglichst rasch in das jeweilige Krankenhaus mit den
besten Behandlungsmöglichkeiten zu transportieren. Erfreut zeigten sich die
Anwesenden über die Ankündigung an diesem Abend, dass zum 1. Januar 2011
ein Notfallmediziner in Kirchheimbolanden neu eingestellt werden soll.
„Das Thema Notfallversorgung und Ärztemangel muss jetzt und auch künftig
weiterverfolgt werden“, resümierte Simone Huth-Haage abschließend. Grund
sei insbesondere die demographische Entwicklung. Diese hat im
medizinischen Bereich unter anderem zweierlei zur Folge: Zum einen werden
in den nächsten Jahren etliche Ärzte der Region in den Ruhestand gehen,
Nachfolger sind nur schwer zu finden. Zum anderen muss gleichzeitig eine
immer älter werdende Bevölkerung versorgt werden.