„Wir müssen führend in der Bildung sein“

Keine neue Schulstruktur-Reform, sondern mehr Qualität in der Bildung brauche Rheinland-Pfalz. Dabei müssten im ersten Schritt die Klassenstärken deutlich reduziert werden. Das sagte Landtagsabgeordnete Simone Huth-Haage beim Neujahrsempfang mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan in Göllheim.

Mehr als 350 Gäste waren der Einladung der Donnersberger Abgeordneten Simone Huth-Haage ins Haus Gylnheim gefolgt, darunter neben Vertretern der Schulen und Kindergärten auch viele interessierte Eltern. In ihrer Einführung betonte Huth-Haage, sie wolle sich weiter dafür einsetzen, daß die jungen Menschen in unserer ländlichen Region optimale Bildungschancen erfahren. Die differenzierte Schullandschaft im Donnersbergkreis müsse gestärkt und neue Schulen, wie die Realschule Plus oder die Integrierte Gesamtschule in Eisenberg zum Erfolg geführt werden. Dabei gelte es jedoch, die bewährten Gymnasien und die Berufsbildende Schule nicht aus dem Blick zu verlieren.

 „Wir müssen in Rheinland-Pfalz und im Donnersbergkreis führend in der Bildung werden“, so Huth-Haage. Lehrerinnen und Lehrer, deren Engagement die Donnersberger Landtagsabgeordnete ausdrücklich würdigte, müßten sich nach den Schulstrukturreformen wieder auf Inhalte konzentrieren können.

Für mehr Qualität in der Bildung müßten zuallerst die Klassenstärken verringert und der Unterrichtsausfall gestoppt werden. Die Unzufriedenheit mit den oft zu großen Klassen sei auch im Donnersbergkreis  hoch. Bei Klassenstärken
von bis zu 30 Kindern sei keine optimale und individuelle Förderung möglich.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan warb für mehr Anerkennung des Lehrer- und Erzieherberufes. Mit Blick auf den Bevölkerungsrückgang und den demografischen Wandel betonte Sie die Notwendigkeit, alles für eine bessere, lebenslange Bildung zu unternehmen. Jedes Kind brauche beste Bildungschancen, die die Schule selbst eröffnen müsse. Die finanzielle Situation der Eltern dürfe nicht über die Zukunftschancen entscheiden.

Dabei, so Annette Schavan, komme der frühkindlichen Förderung in den Familien und in den Kindergärtern eine besondere Rolle zu. Neben der Sprachförderung kündigte Sie an, allen Kindengärten auch ein naturwissenschaftliches Förderprogramm zu ermöglichen. Eine stärkere Vernetzung von Kindergarten und Grundschule sei auch angesichts des demografischen Wandels sinnvoll. (pdc)