Konzept zur besseren Sprachförderung für Kinder und Jugendliche

Frustration macht sich schnell breit in der Schule  bei Kindern, die  nicht gut Deutsch  können. Sie werden bisweilen ausgegrenzt und können dem Unterricht nicht folgen. Dagegen möchte Simone Huth-Haage, familienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, etwas tun: mit einer verbesserten Sprachförderung. Ihr Konzept dafür stellte sie jetzt bei einer Pressekonferenz in Mainz vor.

Drei Kernpunkte stehen dabei im Mittelpunkt:

  1. Sprachstandserhebungen für alle Kinder im vierten Lebensjahr, an die sich bei Bedarf eine gezielte Sprachförderung schon im Kindergartenalter anschließt
  2. Sogenannte Starterklassen, in denen  Migrantenkinder, die im Schulalter nach Deutschland kommen, Sprachkenntnisse vermittelt werden, bevor sie dann den Regelunterricht besuchen
  3. Größere Investitionen in die Sprachförderung, als sie derzeit die rot-grüne Landesregierung vorsieht.

„In vielen Kindertagesstätten und Schulen wünschen sich die Verantwortlichen bessere Möglichkeiten, um Kinder und Jugendliche mit Sprachdefiziten zu fördern“, berichtet  Simone Huth-Haage von ihrer Tour, bei der sie in rheinland-pfälzischen Bildungseinrichtungen Station gemacht hat. So jüngst auch im Eisenberger Kindergarten St. Elisabeth.

Nach vielen Hintergrundgesprächen schlägt Simone Huth-Haage nun  eine verbindliche Sprachstandserhebung  für alle Mädchen und Jungen im Kindergartenalter vor. Kinder, die dabei Defizite aufzeigen, sollten – anderes als bisher – sofort entsprechende Förderungen erhalten. Diese sogenannten Vorlaufkurse sollen dafür Sorge tragen, dass kein Kind in Rheinland-Pfalz mehr ohne ausreichende Sprachkenntnisse eingeschult wird.

Aber auch die Lehrer im Land hoffen, auf mehr Unterstützung. „ Flüchtlingskinder  sitzen zunächst oft teilnahmslos in den Klassen, weil sie einfach kein Wort verstehen, wenn sie gerade nach Deutschland gekommen sind“, sagt  der integrationspolitsche Sprecher der CDU, Adolf Kessel. Anders liefe es  mit Starterklassen ab, wie ein Beispiel aus Mainz zeigt. „An dieser Schule haben die Migrantenkinder erst in separatem Unterricht Deutsch gelernt und sind danach mit ausreichenden Sprachkenntnissen  in die normalen Klassen integriert worden“, erklären die CDU-Politiker. Das Resultat: Schulerfolge stellten sich rasch ein und die Migrantenkinder fanden sich auch viel schneller in der Gruppe mit Gleichaltrigen zurecht.  Ein Beispiel das Schule machen könnte, sind Huth-Haage und Kessel überzeugt.

Solche Projekte können allerdings nicht ohne entsprechende Finanzausstattung geschultert werden. „Die  6 Millionen Euro, die das Land bisher bereitgestellt hat, reichen da nicht aus. Und sie wurden aktuell sogar um 3 Prozent gekürzt“, bedauert Simone Huth-Haage. Statt an der Sprachförderung zu sparen, könnten mit sozial gestaffelten Kindergartenbeiträgen  die Rahmenbedingungen  für eine effektive  frühe Sprachförderung geschaffen werden, schlagen die Christdemokraten vor.