"Ausgleichszahlungen bis 31. Dezember beantragen"

Ehemalige Heimkinder, die zwischen 1949 und 1975 in einem Heim der Bundesrepublik Deutschland untergebracht waren und durch dort erfahrene Misshandlungen oder Missbrauch heute noch unter Beeinträchtigungen leiden, können sich bis zum 31. Dezember 2014 bei ihrer zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle melden, um Leistungen aus dem Fonds „Heimerziehung West“ zuerhalten. Darauf weist die Donnersberger Abgeordnete Simone Huth-Haage in ihrer Funktion als Mitglied des „Landesbeirats Heimerziehung 50er und 60er Jahre“ hin.
Der Fonds gewährt den ehemaligen Heimkindern Sachleistungen im Wert von bis zu 10.000 Euro, die Folgeschäden mildern sollen. Außerdem gewährt er für die Arbeit von Jugendlichen,für die sie nicht rentenversichert wurden, sogenannte Rentenersatzleistungen von bis zu 300 Euro pro gearbeitetem Monat. „Natürlich kann dies das erfahrene Unrecht nicht ungeschehen machen“, betont Simone Huth-Haage. „Die Zahlungen können vielleicht aber ein kleiner Beitrag zum Ausgleich sein.“
Betroffene können Anträge für die Leistungen stellen beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, Rheinallee 97 – 101, 55118 Mainz. Für die Anmeldung genügt ein formloses Schreiben mit Namen und Kontaktdaten per E-Mail, Postkarte oder Brief. Auch eine telefonische oder persönliche Registrierung in der Anlauf- und Beratungsstelle ist möglich.
Die Telefonnummer der Anlauf- und Beratungsstelle lautet: 06131 / 967488, E-Mail: anlaufstelle@lsjv.rlp.de.
Sprechzeiten sind montags 10 Uhr bis 12 Uhr, mittwochs 14 Uhr bis 16 Uhr und donnerstags 10 Uhr bis 12 Uhr.
Link zum Kontaktformular, mit dem sich Betroffenen über die Geschäftsstelle des Fonds anmelden können: https://www.fonds-heimerziehung.de/no_cache/service/kontakt.html#c12.