Deutsche Wiedervereinigung im Zeitraffer

Kindervorlesung

Erst versuchen die Amerikaner, mit Gummibärchen Menschen zur Republikflucht zu bewegen,  dann errichten die DDR-Machthaber eine Pappmauer und schließlich reißen  Jungen und Mädchen diese Mauer wieder ein – unter den lauten Rufen der Fähnchen schwingenden Bürgerrechtler. Was in der Eisenberger Realschule Plus nachgespielt wird, ist die Geschichte der Deutschen Teilung und Wiedervereinigung im Zeitraffer. Professor Andreas Rödder von der Universität  Mainz hat für die Donnersberger Kindervorlesung einige Studenten mitgebracht, die in verschiedene Rollen schlüpfen, um die historischen Ereignisse verständlich zu machen. Und die Mädchen und Jungen sind begeistert. „Das war echt ein Riesen-Schauspiel“, meint einer der jungen „Uni-Besucher“. Unterdessen löchern viele andere den Professor noch mit interessierten Fragen.

Mit dieser Vorlesung in Eisenberg geht die Reihe der Kindervorlesungen 2010 zu Ende. Experimente und Berichte aus den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften hatten die Acht- bis Zwölfjährigen schon in den Wochen zuvor fasziniert. Prof. Dr. Hans-Joachim Fuchs vom Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hatte „Gletscherwelten“ mit den Kindern unter die Lupe genommen, Prof. Dr. Oliver Krumke vom Fachbereich Mathematik der Universität Kaiserslautern ging der Frage nach „Wie man mit Spielen den Nobelpreis gewinnt?“ und Prof. Dr. Thomas Efferth vom Institut für Pharmazie und Biochemie der Uni Mainz erzählte von seiner Suche auf der ganzen Welt nach Pflanzen, deren Wirkstoffe für neue Medikamente eingesetzt werden können.

Die Landtagsabgeordnete Simone Huth-Haage hat die Kindervorlesungen in diesem Jahr bereits zum vierten Mal organisiert. Sie möchte mit der Reihe Mädchen und Jungen für spannende Geheimnisse der Forschung begeistern. Nach dem großen Zuspruch soll die Donnersberger Kindervorlesung auch künftig stattfinden.