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Umfrageergebnisse zur Schulbussicherheit im Donnersbergkreis

Ausgewertet wurden 235 Fragebogen. Sie spiegeln die Schulbussituation von insgesamt 422 Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Kreisgebiet wieder. Vertreten waren alle Schularten (40% Gymnasium, 32% IGS, 17% Grundschule, 7% Realschule, 3% Regionale Schule, 1% Förderschule).

Überfüllte Busse bergen ein erhöhtes Unfallrisiko

Ein Hauptkritikpunkt am bestehenden Schulbussystem ist die Überfüllung der Busse und das damit einhergehende erhöhte Unfallrisiko. So berichten 90% der Befragten, daß die Sitzplatzkapazität nicht ausreiche, 40% daß bis zu 30 Kinder regelmäßig stehen müssen. 60% der Eltern gaben sogar an, daß Kinder aufgrund überfüllter Busse an der Haltestelle stehen gelassen werden. Auch von Rangeleien und kleineren Unfällen wird häufig berichtet (35%  der Befragten).

Für Kleinkinder fehlen Busbegleiter

Vor allen für kleinere Kinder sehen die Eltern eine erhebliche Gefährdung (gerade sie finden keinen Sitzplatz). Zum Teil fahren auch Kindergartenkinder in überfüllten Schulbussen mit (41% der Rückmeldungen). Nur 16% der Befragten geben an, daß in diesem Fall eine Aufsichtsperson die Kleinkinder begleitet.

Lange Fahrzeiten

Mit dem Fragebogen wurden nicht nur sicherheitsrelevante Punkte beleuchtet, sondern auch Busverbindungs-Probleme erfasst. So werden lange Fahrzeiten von bis zu zwei Stunden bemängelt, aber auch ungünstige Abfahrts- und Ankunftszeiten. Einigen Schülern ist es der Umfrage zur Folge aufgrund der schlechten Verbindung nicht möglich, rechtzeitig zu Unterrichtsbeginn in der Schule zu sein. 70% der Befragten gaben an, daß Ihre Kinder mehr als 30 Minuten nach Schulschluß auf den Bus warten müssen, davon 5% sogar über eine Stunde.

37% der Umfrageteilnehmer sehen sich bei der Schulwahl aufgrund der ungünstigen Busverbindungen eingeschränkt. Die veränderte, differenziertere Schullandschaft führt zu längeren Wegen. Die Busfahrpläne scheinen darauf noch nicht optimal abgestimmt.